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Veränderung: ja, nein, vielleicht?!

Datum: | Bereich: Jüngerschaft

„Ihr werdet als andere, veränderte Menschen nach Hause kommen.“ An diesen Satz vom 24. September 2017, dem ersten Tag auf der Jüngerschaftsschule FTS, erinnere ich mich noch ganz genau. Damals klang er noch irgendwie weit hergeholt, fast schon unreal. Doch dazu mehr an anderer Stelle.

 

Wenn ich mich an die Zeit an der FTS zurückerinnere, dann kommen mir viele Aktionen, Impulse und Momente in den Sinn. Es war ein schöner, intensiver und spannender Abschnitt, mit viel Spaß und vielen Highlights. Ich möchte Sie, liebe Leserinnen und Leser, nun einen Hauch von FTS-Feeling spüren lassen, und Sie mitten in einen Tag in der Jüngerschaftsschule hineinnehmen, live und in 3D:

 

07:45. Es klingelt. Peter springt aus dem Bett und rennt zur Dusche. Da es auf der FTS pro Achter-WG nur eine Dusche gibt, muss man sich vorher überlegen wann man duschen geht, am besten es auch noch mit den anderen absprechen. Während Peter sich etwas beeilen muss, lässt es Helmut etwas entspannter angehen. Sein Wecker klingelte schon um 6:30. Er kann ganz in Ruhe duschen, sich ankleiden, Bibel lesen und schon die Gitarre rausholen und Lieder spielen. In der Zwischenzeit ist Peter mit dem Duschen fertig, schaut noch schnell in den Spiegel und rennt runter in den Speisesaal, denn pünktlich um 8:00 Uhr gibt es Frühstück. Nachdem alle ihr Frühstück beendet haben, stehen erst einmal die Dienstgruppen an. Waschen, Putzen, Spülen und Gastfreundschaft. Danach treffen sich alle zum gemeinsamen Lobpreis und Gebet. Der Klassiker „My Lighthhouse“ wird geschmettert, dazu Klavierbegleitung und Cajon. Anschließend startet der Unterricht im Lehrsaal. Schnell noch einen Kaffee oder Tee geholt und dann geht’s auch schon los. Der Dozent unterrichtet gerade Christologie, die Lehre von Jesus Christus. Es wird fleißig mitgeschrieben und in den Gruppenarbeiten aktiv mitgearbeitet. Wenn die Uhr zum Mittagessen läutet, gehen alle wieder mit gewaltigem Kohldampf in den Speisesaal. Dort wartet schon leckeres Essen, welches jede Woche von anderen netten Menschen gekocht wird. Nachdem auch Benjamin seinen dritten Teller aufgegessen hat ist das Mittagessen beendet. Um 16:00 starten die Tracks. Vorher ist genügend Zeit sich auszuruhen oder draußen auf der Wiese noch ein bisschen zu kicken oder Volleyball zu spielen. Angeboten wird, Cajon, Fotografie, Werken und Tanzen. Um 18:00 gehen die angehenden Profi- Fotografen, Cajonspieler, Handwerker und Tänzer zum Abendessen. Durch die Mahlzeit gestärkt und wieder mit genügend Energie versorgt, kann jetzt munter in den Abend gestartet werden. Im Bistro, dem Gemeinschaftsraum der FTS-ler, treffen sich alle um demokratisch zu entscheiden wie der Abend gestaltet wird. Zur Auswahl steht ein gemütlicher Spieleabend mit UNO Spezial, Jungle Speed und anderen Spielen, oder die Eiszeit. Diese wird vom EC-Pforzheim veranstaltete und findet im Polarion, der Eishalle von Bad Liebenzell statt. Dort kann man dann zu christlicher Musik eislaufen, und hört auf den Abend verteilt zwei Andachten. Eiszeit gehörte immer mit zu den Highlights auf der FTS. Um 23:00 Uhr ist dann jedoch Nachtruhe und jeder muss in seiner WG sein. Dort kann die Party dann weitergehen…

 

So, jetzt wissen Sie ungefähr wie ein Tag an der FTS aussieht. Neben viel Spaß, und lustigen Aktionen, die ich während der Jüngerschaftsschule erlebt habe, sind mir ein paar Dinge besonders wichtig geworden. Unter anderem hat sich der Begriff Jüngerschaft für mich konkretisiert, ist greifbarer geworden und hat sich mit Leben gefüllt. Jüngerschaft ist mehr als eine Einstellung, eine Vision oder ein Lifestyle. Jüngerschaft bedeutet die aktive Nachfolge Jesu, das Zurückstellen eigener Interessen und die völlige und bedingungslose Ausrichtung und Fokussierung auf Jesus Christus, unseren Retter und König. Eines Abends saßen wir FTS-ler gemütlich im Bistro und sprachen über den Glauben und über die Nachfolge. Aber wir wollten es nicht bei Worten lassen, die morgen schon wieder vergessen sind, sondern das ganze konkretisieren und schriftlich festhalten. Entstanden sind dadurch diese Glaubensvorsätze, an denen wir uns orientieren wollen und die wir in unseren Alltag einbauen möchten:

Wir möchten Gott treu sein,

allen Menschen mit Liebe begegnen

und das Evangelium den Menschen verkünden.

Wir möchten leidenschaftlich und unverwechselbar für Jesus leben,

und ausstrahlen, dass Jesus in uns lebt und wir in ihm.

Unser Ziel ist es die Gemeinschaft mit unseren Geschwistern im Glauben zu pflegen,

und uns nicht dem Weltlauf anzupassen,

 sondern bedingungslos nach der Bibel und dem Willen Gottes zu leben.

Wir wollen uns vom Heilligen Geist verändern, führen und leiten lassen.

Nach dem Vorbild Jesu wollen wir anderen Menschen, sowie uns selbst vergeben.

Wir glauben an die Errettung der Menschen durch einen lebendigen Glauben,

den wir durch Werke sichtbar werden lassen wollen.

Wir glauben an den dreieinigen Gott,

und an das ewige Leben.

Wir beten, dass Gott alle Menschen errettet,

und glauben, dass Jesus bald wiederkommt.

Ihm gebührt alle Ehre!

 

Anfangs sprach ich von einem Satz, der mir noch vom erstem Tag der FTS in Erinnerung geblieben ist. Jetzt blicke ich auf ein halbes Jahr Jüngerschaftsschule zurück und kann guten Gewissens sagen: So ganz weit her geholt war der Satz nicht. Die Zeit an der FTS hat mich verändert – zum Positiven.

- Lukas